bwcon: Meldungen

In der Forschung nach wie vor Spitzenreiter

27.07.2010, 16:15 Uhr

Vorsprung zahlt sich aus - für Lehre, Mitarbeiter und die Region Forschung an Fachhochschulen ist erfolgreiche Realität. Innovativ und kreativ arbeiten Professoren und Mitarbeiter Hand in Hand und können so mit namhaften Forschungsinstituten oder Universitäten auf ihren Spezialgebieten mithalten.

Seit Jahren hält die Hochschule Aalen ihre Spitzenposition als forschungsstärkste Fachhochschule im Land. Enge Kooperationen mit Unternehmen und Partnerhochschulen fördern den Erfolg – auch für die Region.

Die Hochschule Aalen ist die forschungsstärkste Fachhochschule in Baden-Württemberg. Mehrfach war sie Spitzenreiter bei der Einwerbung von  Drittmitteln. Die Top-Ergebnisse der vergangenen Jahre können die Aalener Forscher auch 2010 steigern: Allein im ersten Halbjahr haben sie 2,9 Millionen Euro an Forschungsgeldern von Land, Bund und der Industrie eingeworben.

„Das eingeworbene Geld fließt aus Stuttgart, Berlin oder Brüssel nicht nur in die Hochschule, es fließt damit vor allem auch in die Region“, betont Rektor Prof. Dr. Gerhard Schneider. Professoren, die forschen, bringen die Kompetenz aus den Projekten und die aktuellsten Ergebnisse direkt in die Lehre mit ein.

Forschungsprojekte halten zudem die Laborausstattung auf dem aktuellsten Stand und machen die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter möglich. So arbeitet rund ein Viertel aller Mitarbeiter der Hochschule Aalen in Forschungsprojekten, eingestellt über Drittmittel. 40 Nachwuchswissenschaftler forschen derzeit an der Hochschule für ihre Promotion. Viele Mitarbeiter werden direkt aus Forschungsprojekten von Partnerunternehmen in eine Festanstellung übernommen.

„Für die Region trägt die Hochschule Aalen eine größere Verantwortung, als Hochschulen in anderen Landesteilen, in denen mehrere Forschungseinrichtungen oder Universitäten angesiedelt sind“, betont Rektor Prof. Dr. Gerhard Schneider.

Bewährte und neue Kooperationen mit industriellen Partnern, vorwiegend aus der Region, bringen Synergien und Know-how ein. Auch Verbundprojekte mit anderen renommierten Fachhochschulen und Universitäten. Beispielhaft: Das von Prof. Dr. Herbert Schneckenburger an der Hochschule Aalen koordinierte Photonik-Zentrum und ganz neu im Verbund mit den Hochschulen Weingarten, Esslingen und Konstanz ein weiteres Forschungszentrum, in dem Prof. Dr. Rainer Börret zu energieeffizienten Beleuchtungsanwendungen mit Leuchtdioden forscht.

In Lasern, Hochleistungsobjektiven aber auch in der Sensortechnik kommen immer mehr Linsen und Spiegel mit gezielt deformierten Oberflächen, sogenannten Freiformflächen, zum Einsatz. Mit Lasern kann man damit beispielsweise besonders präzise schweißen und bohren. Mit Freiform-Röntgenspiegeln wird die nächste Generation von Computerchips hergestellt werden. Im Zentrum für optische Technologien an der Hochschule Aalen werden dafür in enger Zusammenarbeit mit Firmen wie Carl Zeiss und Trumpf Laser neue Fertigungsverfahren und Messtechniken erforscht und entwickelt.

Neben der Optik/Photonik ist ein weiterer starker Forschungsschwerpunkt an der Hochschule Aalen der Bereich Maschinenbau/ Werkstoffe:
Im Fokus der Werkstoffforschung steht die Entwicklung neuer Werkstoffe und Fertigungsverfahren für die Elektromobilität und Energietechnik. Unter anderem untersuchen die Professoren Dr. Gerhard Schneider und Dr. Volker Knoblauch die Alterung von Lithium-Ionen-Akkus. Sie suchen dabei nach Erklärungen dafür, warum die Leistungsfähigkeit im Betrieb abnimmt. Neben diesen Speichern für elektrische Energie werden für hoch effiziente Elektromotoren verbesserte Magnetwerkstoffe in Kooperation mit verschiedenen Firmen entwickelt. Das Interesse aus der Automobilindustrie ist groß. Vier Anträge zum Thema hat die Forschergruppe erst kürzlich beim Bundesministerium für Bildung und Forschung eingereicht.

Prof. Dr. Lothar Kallien trägt im Leichtbau ebenfalls zum Zukunftsthema Elektromobilität bei:
Im Gießereilabor der Hochschule werden unter anderem druckgegossene Elektrorotoren aus reinem Kupfer hergestellt. Gegenüber den herkömmlichen Rotoren weist diese neue Konstruktion einen wesentlich höheren Wirkungsgrad auf und trägt damit in Zukunft zur Energieeinsparung bei. Das Forschungsprojekt mündete bereits in die Serienproduktion.

Das Beispiel der Hochschule Aalen zeigt, dass auch an Fachhochschulen ein Forschungspotenzial heranwächst, das hoch innovativ agiert und sich erfolgreich in den Spitzenpositionen der Forscherlandschaft neben großen Universitäten und Forschungsinstituten etabliert. Eine zunehmende Zahl junger Professoren an der Hochschule Aalen schließt sich der Gruppe der Forschenden an und trägt somit dazu bei, die Kompetenz und das Ansehen der Hochschule weiter zu steigern – im technisch naturwissenschaftlichen und im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich.

Quelle: Hochschule Aalen – Technik und Wirtschaft


 

<- Zurück zu: bwcon: Meldungen

deutsch english